SIP-Trunking
Internet-basierte Telefonanbindung, die klassische ISDN-Leitungen ersetzt — die technische Grundlage für KI-Telefonassistenten in Hotels.
Was ist SIP-Trunking?
SIP-Trunking (Session Initiation Protocol Trunking) bezeichnet eine Technologie, die Telefongespräche über das Internet statt über klassische Telefonleitungen (ISDN/Analog) überträgt — mit einer Bandbreite von nur ca. 100 kbit/s pro Gespräch und beliebig vielen virtuellen Leitungen. Ein SIP-Trunk verbindet die Telefonanlage eines Hotels mit dem öffentlichen Telefonnetz über eine IP-basierte Verbindung und ist zugleich die technische Grundlage für die Integration von KI-Telefonassistenten.
Seit der ISDN-Abschaltung in Deutschland (2022) ist SIP-Trunking für die meisten Hotels der Standard.
Wie funktioniert SIP-Trunking?
Das Session Initiation Protocol (SIP) steuert den Auf- und Abbau von Kommunikationssitzungen. Ein SIP-Trunk funktioniert dabei wie ein virtuelles Bündel von Telefonleitungen:
- Anruf eingehend: Ein Gast ruft die Hotelnummer an → der SIP-Provider empfängt den Anruf und leitet ihn über das Internet an die Hotel-Telefonanlage weiter
- Signalisierung: SIP handelt die Verbindungsparameter aus (Codec, Qualität, Weiterleitung)
- Sprachübertragung: Die eigentliche Sprache wird als RTP-Datenstrom (Real-Time Transport Protocol) übertragen
- Anruf beenden: SIP beendet die Sitzung sauber und gibt Ressourcen frei
Technische Voraussetzungen
- Stabile Internetverbindung mit ausreichender Bandbreite (ca. 100 kbit/s pro Gespräch)
- SIP-fähige Telefonanlage (PBX) oder Cloud-Telefonanlage
- SIP-Provider (z. B. Sipgate, Placetel, Easybell, Deutsche Telekom)
SIP-Trunking für Hotels: Warum es relevant ist
Hotels haben besondere Anforderungen an ihre Telefonie:
- Viele gleichzeitige Gespräche: Große Hotels benötigen dutzende parallele Leitungen
- Mehrere Rufnummern: Verschiedene Abteilungen mit eigenen Durchwahlen
- Internationale Erreichbarkeit: Gäste rufen aus aller Welt an
- Integration mit Hotelsystemen: Verknüpfung mit PMS und CRM
SIP-Trunking bietet hier klare Vorteile gegenüber klassischen Leitungen:
| ISDN (veraltet) | SIP-Trunking | |
|---|---|---|
| Kosten | Fixe Leitungskosten | Flexible, nutzungsbasierte Abrechnung |
| Skalierung | Physische Leitungen nötig | Kanäle per Klick hinzufügen |
| Rufnummern | Begrenzt | Beliebig viele virtuelle Nummern |
| KI-Integration | Kaum möglich | Nahtlose Anbindung |
SIP-Trunking als Grundlage für KI-Telefonassistenten
Die Verbindung zwischen SIP-Trunking und KI ist direkt: Ein KI-Telefonassistent wie Alveni AI wird über SIP in die bestehende Telefoninfrastruktur eingebunden.
Der Ablauf:
- Gast ruft die Hotelnummer an
- Der SIP-Trunk leitet den Anruf an die KI weiter
- Die KI nimmt das Gespräch entgegen, versteht das Anliegen per NLP und antwortet
- Bei Bedarf erfolgt eine Weiterleitung an einen Mitarbeiter — ebenfalls über SIP
Für Hotels bedeutet das: Keine neue Hardware nötig. Der KI-Assistent wird einfach als zusätzlicher SIP-Endpunkt konfiguriert. Die bestehende Telefonanlage und alle Rufnummern bleiben erhalten.
Integration in der Praxis
Die technische Einrichtung bei Alveni AI dauert typischerweise 1–2 Werktage:
- SIP-Credentials werden bereitgestellt
- Rufnummernweiterleitung wird konfiguriert
- Fallback-Regeln für Mitarbeiter-Eskalation werden definiert
- Testanrufe bestätigen die Funktionalität
Fazit
SIP-Trunking ist die unsichtbare Infrastruktur, die moderne Hoteltelefonie erst möglich macht. Es ist die technische Voraussetzung dafür, dass KI-Telefonassistenten nahtlos in bestehende Systeme integriert werden können — ohne Umbau, ohne neue Nummern, ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs.
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